Goldschmuck

Gold gehört zu den wertvollsten Rohstoffen und doch wissen viele Menschen gar nicht, wo überall

Gold zu finden ist. Die Verwendung des Rohstoffes ist vielseitig möglich. Während er von Anlegern in erster Linie als eine Wertanlage gesehen wird, kommt er auch in der Industrie zum Einsatz.

Gold im Einsatz bei Smartphones

Mobiltelefone setzen sich aus zahlreichen verschiedenen Metallen und Rohstoffen zusammen – darunter auch Gold. Die Entwicklung der Smartphones ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Um dem Wunsch nach besserer Leistung gerecht werden zu können, greifen die Hersteller zu verschiedenen Rohstoffen sowie Metallen. So finden sich im Gehäuse sowie in der Platine beispielsweise Keramik, Metall und Glas. Hat das Handy ausgedient, sollte es nicht einfach weggeworfen werden. Im Bereich „Recycling“ haben Smartphones einen hohen Stellenwert. Gerade die Metalle werden hier ausgewählt. Um sich ein Bild davon machen zu können, wie viel Gold in einem Handy zu finden ist, bietet sich die Menge in Gramm an. Vor rund fünf Jahren lag die Menge bei 0,024 Gramm Gold pro Handy. Der Wert liegt damit bei nicht einmal einem Euro. Die Masse macht es hier. Nach wie vor gibt es Tonnen von alten Handys, in denen Gold verarbeitet ist.

Gold im Bereich der Elektronik

Nicht nur in Smartphones kommt Gold in der Elektronik zum Einsatz. Immerhin rund zehn Prozent des Goldverbrauches basieren auf dem Einsatz im Bereich der Elektronik. Das weiche Metall kann sehr gut mit Silber oder auch Kupfer verbunden werden. Es ist reaktionsträge und dabei beständig gegenüber mehreren Säuren. Dadurch findet Gold in der Industrie häufig Verwendung. Es wird in elektrischen Kontakten und elektronischen Bauteilen sowie Thermoelementen verwendet. In der Lebensmittelindustrie wird sehr gerne auf Blattgold zurückgegriffen. Auch in der Nanotechnologie kommt es immer mehr zur Verarbeitung von Gold. Durch die Goldfolien lassen sich sehr dünne Muster auslegen, die aus Fadenmolekülen bestehen. Die Folien werden als Grundlage für weitere Schichten von Molekülen verwendet.

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Gold als Schmuck

Seit Jahrtausenden wird Gold zu Schmuckstücken verarbeitet. Schon im alten Ägypten wurden die Schmuckstücke aus dem Edelmetall gefertigt. Handwerker, die aus Gold Schmucksteine fertigen konnten, waren sehr beliebt. In Griechenland wurde Goldschmuck schon mehr als 2.000 Jahre v. Chr. hergestellt und bis zum Mittelalter war Goldschmuck stark begehrt. Dann ließ das Interesse erst einmal nach. Erst im 15. Jahrhundert kam der Goldschmuck wieder in Mode und wurde genutzt, um den eigenen Look aufzuwerten und die persönliche Stellung in der Gesellschaft zu unterstreichen. Bis heute wird das Edelmetall gerne zu Ringen, Ketten, Armbändern und Ohrringen verarbeitet.

Gold in der Medizintechnik

Auch in der Medizintechnik kommt Gold zum Einsatz. Hier wird es vor allem wegen seiner Korrosionsbeständigkeit sehr zu schätzen gewusst. Dazu kommen die ästhetischen Vorteile, die es zu einem beliebten Metall bei der Zahnfüllung oder der Zahnprothetik macht. In der Rheumatherapie wird zu verschiedenen Goldsalzen gegriffen. Allerdings gelten die Goldtherapien als langsam wirkend und bringen einige Nebenwirkungen mit sich.

Gold als Wertanlage

Besonders bekannt ist Gold als Wertanlage. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, in den Rohstoff zu investieren. Gold gilt als sehr beständig. Es wird, in Form von Barren oder auch Goldmünzen, als physische Wertanlage genutzt. Dabei ist zu unterscheiden zwischen Münzen für die Goldanlage sowie Sammlerstücken. Die Sammlerstücke haben meist einen höheren Wert, als der Wert für das verarbeitete Gold.

Viele Anleger möchten jedoch kein physisches Gold nutzen und entscheiden sich für die Anlage in Wertpapiere, die für eine Abbildung des Goldkurses sorgen. Bereits seit dem 17. Jahrhundert erfolgt die Bestimmung des Goldpreises am London Bullion Market. Auch wenn er über die Jahrzehnte hinweg immer wieder Schwankungen unterlag, so gilt Gold dennoch als sehr stabile Wertanlage, in die investiert werden kann.

Eine Zeit lang war Gold auch als Währung im Einsatz. Die Höhe der Geldeinheit war in diesem Fall abhängig von der Menge an Gold. Die Goldmark wurde beispielsweise in Deutschland von 1871 bis hin zum Jahr 1918 eingesetzt. Allerdings erfolgte im Rahmen des Ersten Weltkrieges die Aufhebung der Golddeckung. Bis heute wurde sie nicht wiedereingeführt. In den Vereinigten Staaten war es sogar teilweise verboten, in Goldbesitz zu sein. Dadurch sollte der Rohstoff als eine Währungsalternative ausgeschlossen werden.

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Gold in der Optik

Gold hat die Eigenschaft, Infrarotlicht zu reflektieren. Auch gelbes und rotes Licht werden optimal durch den Rohstoff reflektiert. Dadurch kommt Gold in der Optik zum Einsatz. Es wird für die Beschichtung von Gläsern verwendet. Strahlenteiler sowie Spiegel werden ebenfalls teilweise mit Goldschichten versehen. Es handelt sich dabei um wärmereflektierende Beschichtungen.

Durch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten begleitet Gold den Menschen durch den Alltag. Zwar sind die Mengen oft so gering, dass es gar nicht auffällt. Dennoch hat Gold vor allem in der Industrie einen hohen Stellenwert und ist nach wie vor eine gern genutzte Wertanlage.