Welche Arten von Gold gibt es und wo liegen beim Kauf die Unterschiede?

Gold ist ein chemisches Element und zählt zusammen mit Kupfer zu den wenigen Metallen, die farbig sind. Das Edelmetall wird seit vielen Jahrtausenden für Schmuck und rituelle Gegenstände genutzt. Seit dem sechsten Jahrhundert vor Christus ist Gold auch als Zahlungsmittel unterwegs.

Die Geschichte von Gold

Früher wurde Gold wegen seiner gelben und glänzenden Farbe leicht in der Natur gefunden. Außerdem lässt es sich sehr gut bearbeiten, da es relativ weich ist. In vielen Kulturen wurde es früher für rituelle Gegenstände und als Schmuck verwendet, da sein Glanz eine hohe Beständigkeit hat, da es sehr schwer ist und auch sehr selten. Gold wird bereits seit der frühen Kupferzeit gewonnen und war eines der ersten Metalle, die von Menschenhand bearbeitet wurden. Als Werkstoff ist Gold sehr attraktiv, da es eine niedrige Schmelztemperatur hat und viele weitere Eigenschaften, wodurch es sich leicht verarbeiten lässt.

Gold wird durch Goldwäscherei gewonnen, aber auch durch viele weitere Methoden, wie zum Beispiel durch die Läuterung oder Amalgamation. Immer wieder lockte Gold große Scharen von Abenteurern an und es kam zu einem Goldrausch, bei dem im 19. Jahrhundert Goldsucher in Massenbewegungen zu den Goldvorkommen pilgerten. Einer der bekanntesten Goldräusche ist sicherlich der im Jahr 1897 am Klondike Fluss in Alaska. Der schwankende Goldpreis ist auch heute noch ausschlaggebend für soziale Veränderungen. In Südafrika führte beispielsweise ein fallender Goldpreis zu einer Verarmung der von der Förderung lebenden Bevölkerung. Und im brasilianischen Amazonas ist der illegale Goldabbau mit schwerwiegenden Folgen für die Ökologie verbunden.

Goldabbau in einer Mine

Fakten und Daten zusammengefasst

  • Gold wird immer seltener – derzeit beträgt der Anteil in der kontinentalen Erdkruste 0,004 ppm, was umgerechnet etwa 4 g pro 1000 t Gestein ist
  • Abhängig von der Region schwankt der Anteil und bei besonders ergiebigen Goldlagerstätten liegt der Anteil sogar bei mehreren Gramm pro Tonne
  • Der Anteil in den abgebauten Erzen sinkt kontinuierlich
  • Gold kommt überwiegend in Gesteinen als Golderz vor
  • Der größte Anteil des geförderten Goldes stammt derzeit aus China, gefolgt von Australien, den USA, Russland und Südafrika
  • In Südafrika befinden sich die tiefsten Goldbergwerke der Welt – auf rund 4000 m wird noch Gold abgebaut und es wird immer tiefer gegraben
  • Bei der Raffination anderer Metalle, wie beispielsweise Nickel oder Kupfer, fallen nicht unbedeutende Mengen an Gold als „Abfallprodukt“ an

Gold als Anlageobjekt

Gold gilt insbesondere in Krisenzeiten, zum Beispiel in einer Wirtschaftskrise oder bei Inflation, als eine stabile Wertanlage. Der innere Goldwert ist sehr hoch, da er zum einen relativ selten ist, zum anderen aber auch der Abbau hohe Kosten verursacht. Die Wertsteigerung ist im Vergleich zu anderen Wertanlagen außerordentlich hoch und anders als bei Papiergeldanlagen kommt es nicht zu einem Totalausfall. Der Goldpreis wird von der Börse bestimmt und es wird seit dem 17. Jahrhundert am Bullion Market in London gehandelt.

Der Goldpreis ist von der Fördermenge abhängig, aber auch vom Kurs des US-Dollars und vom Ölpreis. Außerdem haben die Zentralbanken ebenfalls Einfluss auf den Wert des Goldes, da sie im Besitz einer riesigen Menge von etwa 30.750 t sind (Stand Ende 2011). Das bedeutet, dass etwa 19 % der in der ganzen Welt vorhandenen Goldmenge, die etwa 170.000 t beträgt, im Besitz der Zentralbanken sind.

Die Unterschiede beim Gold

Gold gibt es in verschiedenen Goldgemische – hierbei werden mehrere Metalle miteinander verschmolzen und die sogenannte Legierung entsteht. Im umgangssprachlichen Sprachgebrauch ist mit Gold nicht immer nur das reine Gold gemeint, sondern damit werden auch die Goldlegierungen bezeichnet, wie sie sehr häufig für Schmuck verarbeitet werden. Durch das Verschmelzen von anderen Metallen mit Gold verändern sich dessen Eigenschaften und dem Schmied ist es möglich, die Verarbeitbarkeit zu optimieren. Beispielsweise kann so der Härtegrad verändert werden, die Farbe, der Schmelzpunkt und die Dichte und noch vieles andere mehr. Aufgrund von Kostengründen wird Gold insbesondere bei Schmuck legiert.

Pures Gold ist immer gelb und glänzend. Anders sieht es bei Goldlegierungen aus, die auch andere Farbtöne aufweisen können. Welche dies sind, hängt davon ab, welche anderen Metalle hinzugefügt wurden. Am geläufigsten ist Gelbgold, es gibt aber auch Weißgold und Rotgold. Beim Goldschmuck sind oftmals dreistellige Zahlen angebracht:

  • 750 – 75 %
  • 585 – 58,5 %
  • 375 – 37,5 %

Diese geben an, wie viel Gewichtanteil von Gold in der Legierung in Tausend Teilen enthalten ist. Diese Zahl wird als Feingehalt bezeichnet. Manchmal ist auch die Bezeichnung K für Karat zu finden. 24K bedeutet zum Beispiel reines Gold, denn 1K entspricht einem Goldanteil von 1/24. Somit lautet der Goldanteil bei folgenden Stempelungen (Punzierungen):

18K – 75 %

14K – 58,5 %

9 K – 37,5 %

 

reines Gold im Gestein

Deutsche Anleger, die in Goldbarren investieren möchten, müssen unbedingt darauf achten, dass das Gold LBMA-zertifiziert ist. Wir vom Goldhaus Leipzig bieten ausschließlich LBMA-zertifizierte Goldbarren namhafter Hersteller an. Anbieter sind zum Beispiel Heraeus oder Umicore. Die Produktionsstätten sind in der Regel Deutsch, es können aber auch Goldbarren aus russischer, amerikanischer oder türkischer Produktion sein. Der Vorteil solch zertifizierter Goldbarren liegt auf der Hand: während es bei den bekannten Goldmünzen Philharmoniker, Krügerrand oder Maple Leaf noch recht einfach ist die Echtheit zu testen, ist dies bei Goldbarren nicht der Fall.

Bei Münzen gelingt dies durch Wiegen und Messen, bei Goldbarren ist dies nicht möglich. Selbst Barren mit demselben Feingehalt und dem gleichen Gewicht können unterschiedlich von den Abmessungen ausfallen. Denn die Größe der Barren ist im Bereich bis zu 1 kg für Kleinanleger nicht international genormt. Außerdem hängt die Dimension des Goldbarrens auch davon ab, ob dieser gestanzt oder gegossen ist. Wenn Sie sichergehen möchten, dass Sie einen echten Barren erwerben, sollten Sie auf die Zertifizierung der LBMA – der London Bullion Market Association – achten, denn sie ist ein Garant für Echtheit.