Gold als Wertanlage

Gold gilt als solides, (krisen-)sicheres Investitionsobjekt, weshalb nicht nur Kenner der Szene, sondern auch zunehmend mehr Privatpersonen Gold als Kapitalanlage nutzen möchten. Haben auch Sie diese Idee? Prima, dann stehen Ihnen diverse Möglichkeiten offen. Allerdings eignet sich längst nicht jede Anlageform für jeden gleichermaßen gut.

Umso besser, dass wir Ihnen erklären, welche Anlagemöglichkeiten für Gold es gibt und wie erfolgreich bzw. riskant ein solches Investment sein kann.

Anlageformen für Gold-Investments: Ein Trio mit vielen Facetten

Bevor wir uns den Details widmen, wollen wir zunächst das Wesentliche zu den Goldanlagen klären. Um das Ganze möglichst überschaubar zu machen, lassen sich die Anlageformen von Gold in drei Gruppen unterteilen. Welche da wären:

  • physisches Gold
  • börsengehandelte Goldprodukte
  • Anteile an Goldminenunternehmen

Alle drei Gruppen bieten wiederum diverse Optionen Gold als Investitionsobjekt zu nutzen. Damit Sie sich ein genaueres Bild verschaffen können, gehen wir nachfolgend weiter ins Detail und erläutern, welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Goldanlagemöglichkeiten haben.

Der Klassiker: In Goldmünzen und Goldbarren anlegen

Goldmünzen und Goldbarren gelten zweifelsohne als Klassiker schlechthin für Investitionspläne mit dem kostbaren Edelmetall. Was viele dabei besonders schätzen: Sie können ihr gekauftes Gold anfassen, ja sogar festhalten und haben es damit sozusagen selbst sicher im Griff. Darüber hinaus ist das Anlagegold in unterschiedlichen Preiskategorien, Größen und Ausführungen erhältlich: Vom massiven Goldbarren über seltene Sammlermünzen bis hin zu Tafelbarren. In puncto Kosten dürfen Sie sich außerdem auf Stabilität freuen. Denn die Preise für Anlagegold entsprechen üblicherweise dem aktuellen Goldkurs.

Ausgenommen hiervon sind die Sammlermünzen. Da diese nur in geringen Stückzahlen existieren und daher nicht jederzeit und überall erhältlich sind, liegt ihr Preis oft über dem reinen Goldwert. Darüber hinaus sollten Sie bedenken: Bestellen Sie Ihr Anlagegold online, kommen meist noch Liefergebühren hinzu. Bei einem Kauf direkt im Ladengeschäft können Sie diese Extrakosten meist umgehen.

Doch egal, ob Sie sich für Barren oder Münzen entscheiden, eines ist sicher: Anlagegold besteht aus Feingold (999er Gold) – also der reinsten Form des Edelmetalls. Investieren Sie in Anlagemünzen bzw. -barren, kaufen Sie sozusagen pures Gold. Das kommt Ihnen vermutlich äußerst gelegen, wenn Sie Gold als Kapitalanlage verschenken möchten. Immerhin macht so ein kostbar glänzendes Stück Gold optisch ordentlich was her.

Goldbarren und Goldmünzen

Goldmünzen sammeln: Mehr als ein Hobby

Wer einmal vom Goldfieber gepackt wurde, stürzt sich vermutlich eifrig in die Welt der Numismatik und legt sich viele Goldmünzen zu. Das Schöne dabei: Anlagemünzen aus Gold gibt es in unzähligen Variationen aus aller Herren Ländern. Und es kommen immer wieder neue dazu. Sie können also eine umfangreiche Sammlung aufbauen, die nicht nur wertvoll ist, sondern auch Freude macht anzusehen.

Sie haben sich (inzwischen) einen regelrechten Goldschatz zugelegt, den Sie bestmöglich schützen wollen? Schließlich wissen wir alle: Je größer die Sammlung ausfällt, desto wichtiger ist es das Gold sicher aufzubewahren. Dies ist mitunter gar nicht so einfach und kann ziemlich kostspielig werden. Nichtsdestotrotz ist es ein absolutes Muss. Wir empfehlen: Lagern Sie Ihr Anlagegold in einem Bankschließfach. Sie möchten Ihr Gold zuhause in einem Tresor aufbewahren? Dann sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass Ihre Hausratversicherung eine Lagerung zu Hause inkludiert und Sie im Falle eines Diebstahls entschädigt.

Ein Goldschatz mit Juwelen: Goldschmuck als Wertanlage

Ebenfalls als Anlagegold seit jeher überaus beliebt: Goldschmuck. Schließlich sind aus Gold gefertigte Schmuckstücke nicht nur wertvoll, sondern dazu noch überaus attraktiv und elegant. Daher ist Schmuckgold sowohl in der Damenwelt als auch bei den Herren der Schöpfung heiß begehrt – als edles Accessoire und Investmentobjekt gleichermaßen. Und das, obwohl Goldschmuck nicht wie Münzen und Barren aus Feingold besteht. Dies hat jedoch einen guten Grund: Das 999er Gold ist zu fein und instabil für die Verwendung als Schmuck. 999er Gold ist demnach zwar wertvoller, aber für die Herstellung von Schmuck schlichtweg ungeeignet.

Um Ringe, Ketten und Co. robuster, härter und langlebiger zu machen, verwendet man für Goldschmuck eine Legierung. Das bedeutet, dem Gold wird ein anderes Metall beigemischt – klassischerweise Silber, Kupfer oder Palladium. Am weitesten verbreitet ist Schmuck aus 585er Gold, welcher sozusagen 58,5 % pures Gold enthält. Daran lässt sich eine einfache Faustregel ableiten: Je höher die Legierung ausfällt, desto höher ist der Feingoldanteil. Das bedeutet jedoch keineswegs, das Schmuckgold weniger wert wäre und sich nicht als Investitionsobjekt lohnt. Denn bei Goldschmuck ergibt sich der Wert nicht allein durch den aktuell geltenden Goldkurs – auch andere Faktoren wie Herstellung, Verarbeitung, Alter, (Legierungs-) Material etc. sind relevant. Darüber hinaus weiß Schmuckgold als Geschenk zu begeistern und erweist sich deshalb als hervorragende Alternative zu Münzen oder Wertpapieren.

Wert von Schmuckgold ermitteln: So klappt´s Wenn Sie den Goldwert Ihres Schmuckes ermitteln wollen, beachten Sie: Der Goldpreis orientiert sich üblicherweise am Feingoldwert, welcher als Unze ausgewiesen wird. Doch in Schmuck ist kein 999er Gold verarbeitet, sondern meist 585er Gold. Dies müssen Sie bei Ihrer Berechnung berücksichtigen. Das bedeutet: 1 Gramm 585er Gold ist weniger wert als 999er Gold, genauer gesagt etwas weniger als die Hälfte (58,5%) hiervon.

Zugegeben, rein finanziell betrachtet, kann Goldschmuck als Wertanlage nicht mit physischem Gold wie Barren und Münzen mithalten. Doch Schmuckgold bietet einen entscheidenden Vorteil: Es ist dekorativ, alltagstauglich und besitzt einen ideellen Wert – und der wiederum ist unbezahlbar.

Damit beim Kauf nichts schief geht, denken Sie daran: Nicht immer ist alles Gold was glänzt! So kann der Goldanteil geringer ausfallen, als Sie zunächst annehmen. Ein seriöser Juwelier bzw. Goldhändler wird Sie diesbezüglich jedoch ehrlich und professionell beraten, damit Sie genau wissen, welcher Goldschmuck als Kapitalanlage tatsächlich geeignet ist.

Goldschmuck als Wertanlage

Gold an der Börse: Für risikobereite Anleger

Nun tauchen wir tief(er) in die Materie des Goldanlegens ein. So mancher weiß mit Begriffen wie ETF, Goldfonds und ETC vielleicht noch nicht allzu viel anzufangen – das mag im ersten Moment etwas einschüchtern. Zum Glück ist die grundlegende Thematik jedoch unkomplizierter als sie zunächst klingen mag. Lesen Sie einfach weiter und erfahren Sie mehr über diese Goldanlageformen.

Gold-ETFs: Goldfonds als Kapitalanlage

Beginnen wir als mit den Goldfonds. Als solche bezeichnet man börsengehandelte Investmentfonds, bei denen die Anlagegelder gesammelt und daraufhin in den Anlagebereich Gold eingesetzt werden. Das Beispiel par excellence hierfür sind die sogenannten Exchange Traded Fonds, kurz ETFs. Bei solchen wird das Anlagekapital für den Kauf von physischem Gold – üblicherweise Goldbarren – aufgewendet, welches in einer Bank verwahrt wird. Das dort gelagerte Gold gilt als Sondervermögen und ist im Falle einer Insolvenz geschützt. Wichtig: Gold-ETFs sind in Deutschland nicht zugelassen. Im Ausland zu investieren, kann ein noch größeres Risiko darstellen.

Gold-ETCs: Mit Goldzertifikaten an der Börse aktiv

Ebenso als Anlageform bekannt und beliebt sind Goldzertifikate. Als sogenannte Exchange Traded Communities, kurz ETC, dienen die börsengehandelten Wertpapiere dazu, den Goldpreisindex nachzubilden. Diese Gold-ETCs sind Schuldverschreibungen, weisen jedoch auch einige Gemeinsamkeiten mit den Gold-ETFs, also Goldfonds, auf. Beispielsweise sind auch Gold-ETCs oft an physisches Gold gebunden, welches bei einer Bank aufbewahrt wird.

Für weitere Infos und Details wenden Sie sich am besten an einen Finanzexperten oder Investment-Berater.

Egal, ob Goldfonds oder Goldzertifikate – beide Anlageformen setzen eine gewisse Risikobereitschaft voraus. Immerhin kann das investierte Geld schneller dahin sein, als einem lieb ist. Sie sollten sich also vorab gründlich informieren und überlegen, ob Sie tatsächlich ein solches Investment wagen möchten.

Tipp: Investieren Sie anstelle Ihres gesamten Vermögens, nur einen Teil hiervon in börsengehandelte Goldprodukte, wie Fonds und Zertifikate. Ob Sie diese wiederum beispielsweise durch Anlagegold, Schmuckgold oder andere Wertanlageformen ergänzen möchten, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Wer sich auf der sicheren Seite wähnen möchte, setzt alternativ ganz auf Münzen oder Barren aus Gold. 

Goldaktien und Goldaktienfonds: Anteile an Goldminenunternehmen

Wer ganz in Goldgräberstimmung ist, dürfte sich für diese Anlageform des Goldinvestments interessieren. Denn mit Goldaktien bzw. Goldaktienfonds können Sie gezielt in Goldminenunternehmen investieren. Und zwar, indem Sie Anteile an diesen, in Form von Goldaktien, kaufen. Damit dies von Erfolg gekrönt ist, dürfte ein gewisses Maß an Fachwissen und Risikofreude nützlich sein. Immerhin sind die genauen Erfolgsmechanismen nicht für jeden auf Anhieb zu durchschauen.

Daher gibt es von uns etwas Basiswissen: Der Wert der Goldaktie bemisst sich vor allem danach, wie erfolgreich das Unternehmen arbeitet. Denn Sie investieren schließlich nicht direkt in physisches Gold, sondern in ein Unternehmen. Daher ist auch nicht allein der Goldpreis maßgeblich für den Wert der Goldaktie. Auch andere Faktoren, wie die Gold-Nachfrage und der aktuelle Börsenverlauf, sind relevant. Das bedeutet: Sogar, wenn die Goldpreise steigen, kann Ihr Aktienkurs fallen.

Verwechslungsgefahr: Goldfonds vs. Goldaktienfonds Fälschlicherweise werden sie oft in einen Topf geworfen: Goldfonds und Goldaktienfonds. Doch es gibt so einige Unterschiede: So handelt es sich bei Goldfonds um börsennotierte Finanzprodukte, die in Gold investieren.

Bei Goldaktienfonds beteiligen Sie sich hingegen gezielt an Unternehmen, die Gold abbauen. Der Goldkurs ist für den Wert Ihrer Investition dabei eher zweitrangig, da der Erfolg der Goldminen von weiteren Faktoren bestimmt wird.

Goldsparpläne: Stück für Stück zum Anlageglück?

Natürlich hat nicht jeder das Glück bzw. Geld auf einmal eine große Summe in physisches Gold anzulegen. Eine gute Alternative für so manchen Investor: Goldsparpläne. Bei diesen wird monatlich ein vertraglich festgelegter Betrag in einen Sparplan gezahlt. Die gezahlten Beiträge nutzt der Vertragsanbieter wiederum dafür, Gold zu kaufen. Das Ziel: Allmählich erwerben Sie so physisches Gold, das der Anbieter sicher für Sie aufbewahrt.

Doch Vorsicht, bei weniger als 100 Euro monatlich lohnt sich das Investitionsmodell kaum.

Das Problem: Die Kosten für den Sparplan sind oft nicht verhältnismäßig. Das liegt daran, dass nur kleine Mengen Gold gekauft und zusätzliche Gebühren fällig werden. Einige Händler verlangen sogar eine Vermittlungsprovision für den Goldsparplan. Auch Gebühren für Bearbeitung und Lagerungen sind durchaus üblich, sorgen jedoch dafür, dass die Kosten steigen. Unser Alternativ-Plan für Sie: Sparen Sie lieber eine größere Summe an, die Sie später in Anlagegold investieren.

Ein weiterer Stolperstein: Ob Sie am Ende tatsächlich physisches Gold erhalten, ist nicht stets gewiss. Denn wo genau das Gold gelagert wird, ist nicht immer eindeutig geregelt.

Zum Glück sichern Ihnen seriöse Anbieter das Recht zu, Gold auszahlen zu lassen.  Darauf sollten Sie unbedingt achten, wenn Sie einen Goldsparplan abschließen möchten. Und wie bei allen Verträgen gilt: Prüfen Sie den Vertag gründlich – damit sich die Investition tatsächlich für Sie rentiert.